Babyzwerg Schwangerschaft

Das 1. Trimester (5. – 12. SSW)

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Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich beginnen, euch vom bisherigen Verlauf der Schwangerschaft zu berichten. Ich selbst bin jemand, der Schwangerschaften bei anderen gerne verfolgt und das immer ganz spannend findet. Das 1. Trimester liegt schon einige Wochen hinter mir und ich bin mittendrin im 2. Trimester. Wie auch schon in den anderen beiden Schwangerschaften habe ich mir wieder einen Schwangerschaftskalender zugelegt, der ehrlich gesagt bestimmt schon 1 Jahr lang auf seinen Einsatz gewartet hat. Dabei habe ich mich für den schönen Kalender von odernichtoderdoch entschieden, obwohl auch der von Mintkind ganz weit vorne dabei war. Bei den Berichten zu den anderen beiden Schwangerschaften könnt ihr die anderen Kalender sehen, die ich damals auch ganz toll fand. Gerade den aus der 1. Schwangerschaft nutze ich auch jetzt immer, um Dinge nachzulesen und vor allem, um die Schwangerschaften zu vergleichen.

Ich finde es so schön, die Schwangerschaft in Bild und Wort festzuhalten. Viele Dinge wüsste ich sonst gar nicht mehr, die in der 1. Schwangerschaft passiert sind. Es gibt da so eine schöne Auswahl. Gut, genug davon.

2. Monat

Den Schwangerschaftstest machte ich am 08.11.2020, genau genommen war ich nach den Berechnungen noch in der 4. SSW, aber die Periode blieb schon ein paar Tage aus. Ich hatte in den Tagen zuvor schon ein gutes Gefühl, Angst vor dem Test hatte ich irgendwie trotzdem. Was, wenn ich mich geirrt hatte. Denn typische Schwangerschaftsanzeichen fielen bei mir nicht so stark auf. Denn auch vor einer Periode sind diese bei mir oft ähnlich. Obwohl ich schon eine gewisse Müdigkeit, Brustziehen und Unterleibsschmerzen verspürte und ich musste echt ständig Pipi.

Den Schwangerschaftstest habe ich gleich ganz früh an dem Sonntagmorgen gemacht und musste vor Freude weinen, weil es endlich geklappt hatte. Denn diese Schwangerschaft war lange herbeigesehnt und geplant. Hier ein paar Worte und Gedanken zur Kinderwunschgeschichte.

Die Gefühle im 2. Monat waren ein absolutes Auf und Ab. Zwischen Freude und Angst, Glück, guter Laune und plötzlich kam der Hausdrachen durch war wirklich alles dabei. Von der einsetzenden Müdigkeit kaum zu sprechen. Direkt nach dem 1. Termin bei der Frauenärztin in der 7. SSW haben wir dem baldigen großen Bruder das Ultraschallbild gezeigt und ihm erklärt, dass wir bald ein Baby bekommen. Mit seinen 6 Jahren kann er ja schon gut einschätzen, was es heißt, wenn wir sagen: „Das Baby kommt, wenn die Erntezeit mit dem Mähdrescher beginnt.“

Eigentlich war es mir selbst noch zu früh, da ich nach der Fehlgeburt so verdammt ängstlich war, aber der Papa wollte dieses Geheimnis nicht vor dem Zwergenkind haben. Außerdem hatte der Zwerg sich auch so sehr gefreut. Ihm standen etwas die Tränen in den Augen. Denn auch er wartet ja schon so sehnsüchtig auf einen „kleinen Unterstützer gegen die Eltern“. Vor allen anderen blieb es aber noch viele Wochen ein Geheimnis, was auch der Zwerg prima durchgehalten hatte.

In dieser Zeit nahmen wie gesagt die Müdigkeit extrem zu und außerdem eine gewisse Übelkeit. Ich hatte in den ersten 2 Monaten der wissenden Schwangerschaft ganz schön mit der Umstellung in meinem Körper und vor allem der Hormone zu tun. Ich glaube, das hatte ich bei der 1. Schwangerschaft so nicht. Ich hatte irgendwie immer mehr Hunger, aber wenn ich an die guten Sachen im Kühlschrank dachte, wurde mir fast übel. Ein einziges Mal musste ich am Morgen nach dem Zähneputzen spucken und der Zwerg rieb mir den Rücken.

Gelüste oder besondere Vorlieben hatte ich nicht. Aber plötzlich hatte ich Hunger auf 5-Minuten-Terrinen oder Doseneintöpfe, all solche Sachen, die ich sonst gar nicht esse und die Lebensmittel, die ich sonst gerne gegessen haben, gingen gar nicht. Meine Overnight Oats konnte ich nicht mehr sehen. Eier, die ich nun durchkochen musste, bekam ich nicht mehr herunter und Fisch ging auch gar nicht mehr, außer Fischstäbchen und Schlemmerfilet. Alleine schon der Geruch war mir ein Graus.

3. Monat

Schon Anfang Dezember passte ich in keine meiner alten Hosen mehr, sodass ich mir ein paar Umstandsleggings und eine Jeanshose besorgt hatte. Mein Bauch war immer extrem aufgebläht, sodass es sich am Abend manchmal anfühlte, als hätte ich Steine im Bauch. In der Nacht musste ich schon zu dieser Zeit ständig Pipi machen. Weitere Wehwehchen stellten sich ein, denn das Treppensteigen fiel mir schwerer, die Müdigkeit hatte mich oft umgehauen, sodass ich extrem lustlos war. Es gab bis Weihnachten keinen Tag, an dem ich mich mal etwas zurecht gemacht hatte. Da ich darauf einfach überhaupt keine Lust hatte. Selbst das Fotografieren war mir im Dezember total unwichtig, ich hatte nur mit mir selbst zu tun und wollte wenigstens die „normalen“, für mich wichtigen Aufgaben des Tages schaffen. Außerdem wurde mein eh schon schlechtes Gleichgewicht noch schlechter. In allem half mir der tägliche Sport sehr gut.

In der Gefühlswelt war es weiterhin ein Wechselbad aus Freude, Verschlossenheit, Müdigkeit, Wut, Angst und absoluter Liebe und Vorfreude gegenüber dem kleinen Bauchbewohner. Nach jedem Ultraschall war ich einfach so erleichtert, wenn alles in Ordnung war. Das Baby war immer sehr gut entwickelt und war seiner Zeit sogar immer schon etwas voraus, genauso wie der große Bruder damals.

In den ersten beiden Monaten hatte ich alle 2 Wochen einen Untersuchungstermin. Ich glaube, die Frauenärztin hat meine Ängste und Sorgen gespürt, obwohl ich es nie offen angesprochen, sondern nur angedeutet hatte. Ich war darüber so froh, denn nach der über Wochen nicht entdeckten Fehlgeburt war ich einfach so extrem unsicher. Der Bauch wurde langsam sichtbarer und etwas größer. Vom Gefühl her ging es schneller als in der Schwangerschaft mit dem Zwergenkind. Verglich ich die entsprechenden Werte aber, waren diese fast identisch.

Der starke Blähbauch machte mir noch immer sehr zu schaffen, sodass ich mehr auf das Essen achtete und mein kohlensäurehaltiges Wasser von nun an mit viel Leitungswasser streckte, was es wesentlich besser werden ließ.

Das bis hierhin zum 1. Trimester der Schwangerschaft. Als nächstes folgen die Beiträge über die einzelnen Monate.

Liebe Grüße

Sabrina

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