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Dorfleben – absolute Liebe

Hallo ihr Lieben,

„Ich werde niemals auf’s Dorf ziehen.“ An diese Worte erinnere ich mich noch gut, denn so lange sind sie noch nicht her, gerade mal 4 Jahre. Noch in der Schwangerschaft mit Olli war ich der festen Überzeugung, dass ein Umzug auf’s Dorf niemals infrage kommt. Als ich schwanger war, hatten wir uns in der Stadt ein Grundstück ausgesucht und wollten ein Haus bauen, doch leider zog sich der Start ewig hin. Immer wieder wurde es auf unbestimmte Zeit verschoben. Es war frustrierend, zumal es auch immer mehr kosten sollte. Wir schauten uns weiter um, denn das Ziel, nach der Elternzeit von zu Hause aus arbeiten zu können, sollte nicht aus den Augen verloren werden. Wir schauten nach anderen Grundstücken, Häusern, die zu Verkauf waren oder großen Wohnungen. Entweder nicht unser Geschmack, zu klein oder zu teuer. Wie gesagt, es war frustrierend.

Als Olli da war, wurde es zunehmend eng in unserer 2-Raumwohnung. Im November 2014 schauten wir uns erstmals ein Haus in der Stadt an. Zunächst waren wir zufrieden. Mein Freund schaute es sich insgesamt 3-mal an, immer wieder mit anderen Leuten, die Ahnung hatten. Wir kamen zu dem Schluss, dass es dieses Haus nicht werden wird. Es hatte einfach nicht genug Platz und es hätte viel zu viel renoviert werden müssen. Es hieß weiterschauen.

Im Februar 2015 schlug mein Freund mir ein Haus außerhalb der Stadt vor. Ich weiß noch, dass ich sagte, mir sei es egal. Die Zeit lief ab. Wir hatten ja nur noch bis Ende Juli Zeit. Er vereinbarte einen Termin zur Besichtigung. Überall lag Schnee. Das Grundstück sah wunderschön aus und war so groß. Auch das Haus wirkte einfach verdammt groß. Wir sahen uns einen Raum nach dem anderen an und gingen einmal komplett das Grundstück ab. „Es sieht aus wie ein Winterwunderland“, sagte ich.
Wir vereinbarten mit dem Makler, dass wir uns melden würden.

Als wir ins Auto einstiegen, waren wir uns sofort einig: Das wird unser Haus. Mein Freund wäre am liebsten sofort wieder reingegangen, um alles zu klären. Ich konnte ihn überzeugen, zu warten. Wieder schauten wir uns das Haus ein weiteres Mal mit unserer Familie an. Auch sie waren mit dem Haus zufrieden. Wir kauften unser Haus.
Am 15.06.2015 bekamen wir unsere Schlüssel für unser Haus und somit begann die Renovierung. Am Ende machten wir mehr als vorab geplant war. Aber das ist ein anderes Thema. Wichtig ist, dass wir mit allem zufrieden sind und uns wohlfühlen.

Hin und wieder finden wir es schade, dass wir nicht unser Haus bauen konnten, so wie wir es wollten, aber eigentlich liebe ich unser Haus so wie es ist. Vor allem, weil es so schön groß ist. Es ist definitiv genug Platz.

Kontaktfreudig wie mein Freund ist, machte er sich ziemlich schnell mit den Nachbarn bekannt. Ich brauchte da wesentlich länger. Auch wenn ich es liebte, durch das Dorf zu spazieren, war es mir unangenehm, wenn die Leute den Blick „Das ist die Neue“ hatten. Mittlerweile wohnen wir seit 2,5 Jahren hier und ich möchte nicht wieder zurück in die Stadt, höchstens wenn wir mal alt sind.

Wir haben so viel Platz, es ist so schön. Gleich an unser Grundstück angrenzend sind die Felder vom Bauern. Olli kann hier mit so viel Natur aufwachsen, wie es in der Stadt nicht möglich wäre. Ich glaube, sein Interesse an Landwirtschaft und alles was Arbeiten mit Händen zu tun hat, wäre nicht so ausgeprägt, wenn wir nicht hier wohnen würden.

Ich finde es so schön, wenn wir durch das Dorf gehen und man sich gegenseitig grüßt. Auch wenn wir die Menschen nicht alle persönlich kennen oder manche vielleicht sogar das 1. Mal sehen, so ist es einfach schön, diese Vertrautheit und Wärme im Dorf zu fühlen. Das gibt es in der Stadt nicht, manchmal wurden wir ja nicht mal von den Leuten gegrüßt, die bei uns im Aufgang wohnten.

Immer hatte ich gedacht, dass mich die Abgeschiedenheit eingehen lassen würde, tut es aber nicht. Ich liebe die Ruhe, die hier herrscht und wenn ich Bock auf die Stadt habe, bin ich in weniger als 10 Minuten dort. Mehr und mehr liebe ich es hier mit nur rund 160 Einwohnern und bin froh, dass wir uns für dieses Haus entschieden haben.
Wo wohnt ihr? Stadt oder Dorf? Was liebt ihr daran?

Liebe Grüße
Sabrina

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1 Comment

  1. Naas ist ungefähr so groß wie waren vielleicht ein wenig kleiner. Die wohnen in einem Wohngebiet wo Haus an Haus ist . Das perfekte Haus wäre allerdings so wie es in waren war gross Grundstück aber trotzdem dicht an den Nachbarn dran. Das gibt es hier selten und wenn dann müsstest du auf dem Land wohnen. Noch ruhiger als Dorf

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