Babyzwerg Schwangerschaft

Vom Kinderwunsch zur Schwangerschaft

Hallo ihr Lieben,

nun ist es endlich raus und ich kann über alle meine Gedanken und Gefühle hier schreiben und diese mit euch teilen, ebenso wie auch meine Ängste. Der Weg vom Kinderwunsch zu dieser Schwangerschaft erscheint mir wirklich ziemlich steinig. Denn nachdem wir 2016 bereit für ein 2. kleines Wunder waren und einen Plan hatten, ging dieser ja leider nicht auf. Die Fehlgeburt an sich hat mich damals zum Glück nicht so stark getroffen, denn im Ablenken bin ich ganz gut. Schlimm war jedoch das lange Warten, bis wir den nächsten Versuch starten konnten. Bei mir hatte sich damals an der Plazenta eine Blasenmole gebildet, sodass wir mehrere Monate warten mussten. Es zog sich weiter, denn mein Freund war sich für einige Zeit unsicher wegen eines weiteren Kindes. Alles zog sich wie ein endloser Kaugummi.

Zyklus für Zyklus kein Erfolg

Monat für Monat, Zyklus für Zyklus kein Erfolg. Das nagt an einem. In der 2. Schwangerschaft hatte ich eine Schilddrüsenüberfunktion entwickelt, sodass ich in Behandlung eines Spezialisten war. Nach der Fehlgeburt stellte sich heraus, dass ich keine Über-, sondern eine Unterfunktion hatte, welche ich mit einer kleinen Tablette täglich ausgleichen muss. Immer wieder war ich verunsichert, ob da alles in Ordnung ist, denn eine nicht gut eingestellte Fehlfunktion der Schilddrüse kann zu einer Fehlgeburt führen. Ob dies der damalige Auslöser war, wissen wir nicht, spielt aber auch keine große Rolle. Zu ändern gibt es da ja nichts.

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass Fehlgeburten häufiger auftreten als man denkt. Die meisten reden nur nicht darüber. Erst nachdem ich es selbst durchmachen musste, haben mir Frauen im Umkreis von ihrer Erfahrung erzählt. Warum ist das Thema so ein Tabu? Das sollte es nicht sein, denn statistisch gesehen, geht jede 5. Schwangerschaft ab. Ich muss sagen, ich rede ganz offen darüber. Aber sicherlich gibt es auch diejenigen, die das Thema zu sehr schmerzt und sich still Hilfe suchen, vielleicht durch Gleichgesinnte im Internet. Der Umgang damit ist individuell.

Endlich schwanger werden

Vonseiten der Ärzte war bei mir jedenfalls alles in Ordnung. Ich solle den „Kopf frei machen“. Leichter gesagt als getan, wenn man sich dieses Wunder doch so sehr wünscht und immer wieder das Gefühl hat, da fehlt noch jemand.

Was mir geholfen hat, war das regelmäßige Führen eines Eisprungkalenders in Form einer App auf dem Handy. Diese ermittelte ihre Daten per Durchschnitt der letzten Monate und die Abweichung lag meist nur bei 1 Tag oder 2 Tagen. Zusätzlich konnte ich aber auch den gewissen Mittelschmerz spüren um den Eisprung herum, sodass ich ein noch besseres Gefühl für meinen Zyklus bekam.

In der 1. Schwangerschaft hatte ich den Eisprung mit Ovulationstest kontrolliert, kannte meinen Zyklus damals aber nicht annähernd so gut, wie es heute der Fall ist. Damals war es genau der Monat, als ich keine Ovulationstests mehr hatte, in dem es klappte. Ich dachte dieses Mal, die Dinger brauchst du nicht, ging beim letzten Mal auch so. Doch ab Sommer 2020 hatte ich die Nase voll und habe günstige Tests für ein paar Zyklen ausprobiert – ohne Erfolg. Es war mehr Stricheraten, als dass man einen richtigen Hinweis hatte. Also probierte ich es noch mit Tests einer bekannten Marke, die den günstigsten Zeitpunkt mit einem Smiley kennzeichnen und dann hatten wir endlich Glück.

Positiver Schwangerschaftstest

Schon ein paar Tage vor dem Schwangerschaftstest hatte ich ein gutes Gefühl und habe auch dem Papa von dem guten Gefühl erzählt. Ich spürte wenige Anzeichen einer Schwangerschaft, ähnlich wie bei der 1. Schwangerschaft. Alles hätte ebenso auf die bevorstehende Periode hindeuten können. Bei der 2. Schwangerschaft war alles ganz anders und die Anzeichen viel deutlicher, angefangen bei der Einnistungsblutung bis hin zu extrem schmerzenden Brüsten. Ich war mir damals so sicher, dass ich schon 2 Tage vor Ausbleiben der Periode getestet hatte. Dieses Mal blieb einfach wieder nur dieses gute Gefühl. Das ich sogar schon am Anfang des Zyklus hatte. Denn als ich den ausgerechneten Geburtstermin in meiner Eisprungkalender-App sah, dachte ich mir: das wird’s bestimmt, denn der Juli würde ja eh schon aufregend genug sein mit dem 7. Geburtstag des Zwergenkindes und seiner Einschulung. Warum dann nicht mal eben noch eine Geburt einschieben?!

Ich war voller Freude und Angst zugleich, ob der Test wirklich positiv wird. Als es endlich soweit war, kamen mir vor Freude die Tränen. Von da an blieb es erst mal das Geheimnis vom Papa und mir.

In der nächsten Woche folgt eine Zusammenfassung zum 1. Trimester. Ich freue mich, wenn ihr mir durch die spannende Zeit folgt, gerne auch auf Instagram.

Liebe Grüße

Sabrina

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...

3 Kommentare

  1. Ich gratuliere dir zur Schwangerschaft und wünsche dir eine komplikationslose Kugelzeit. Da habt ihr wirklich einiges hinter euch und ich mag mir nicht ausmalen, was das mit den Nerven macht.
    Viele Grüße, Julie

    1. Sabrina says:

      Vielen Dank für deine Nachricht. Gerade in der ersten Zeit waren Ängste doch häufiger vorhanden, aber eigentlich ist es eine schöne Schwangerschaft. Ich finde es noch immer ganz unglaublich und lustig, dass wir beide gleichzeitig schwanger sind 🙂
      Liebe Grüße

  2. […] Den Schwangerschaftstest habe ich gleich ganz früh an dem Sonntagmorgen gemacht und musste vor Freude weinen, weil es endlich geklappt hatte. Denn diese Schwangerschaft war lange herbeigesehnt und geplant. Hier ein paar Worte und Gedanken zur Kinderwunschgeschichte. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.