Olli

Die Schwangerschaft mit Olli – Teil 2

Hallo ihr Lieben,

heute beschreibe ich euch den 2. Teil meiner Schwangerschaft mit Olli, das 2. und das 3. Trimester. Genau heute vor 3 Jahren ging ich in das 2. Trimester über.

2. Trimester

Am 07.02.2014 ist etwas Schlimmes passiert, sodass ich erst mal wahnsinnige Angst hatte. An dem Tag kam meine Mutti ins Krankenhaus. Sie hatte eine Hirnblutung. Es war schrecklich, sie damals so im Krankenhaus zu sehen. Ich hatte große Angst um sie und habe nur geweint, ich konnte an gar nichts anderes denken. Ich war so froh, dass es ihr schnell wieder einigermaßen besser ging. Denn ich hatte schon ein wenig Angst, dass ich dadurch das Kind verlieren würde. Ich will gar nicht tiefer in die Erkrankung meiner Mutti eingehen, aber glücklicherweise geht es ihr heute wieder gut, obwohl es einfach nicht mehr so werden wird wie früher.
Am 19.02.2014 hatte ich einen weiteren Arzttermin, an dem wieder alle Routineuntersuchungen durchgeführt wurden. An dem Tag wurde auch das 1. Mal ein CTG gemacht. Auch der Papa war wieder dabei, aber da kein Ultraschall gemacht wurde, war das ja eher umsonst. Aber schon beim nächsten Termin war er wieder dabei und nach den üblichen Untersuchungen gab es dann den aussagekräftigen Ultraschall, der verriet, dass es ein Junge wird. Ich war so versteift darauf, dass es ein Mädchen wird, dass ich erstmal völlig geschockt war. Aber schon am nächsten Tag war das alles egal und ich freute mich. Das einzige Problem war nur die Namenswahl. Für ein Mädchen stand der schon seit Jahren fest, doch bei Jungennamen wollten wir uns einfach nicht einigen.

Es gab einen Namen, der uns beiden gefiel, doch so ganz sicher war ich mir nicht. Doch je länger der Name im Kopf war und wir darüber nachdachten, desto mehr gefiel er mir. Nach der Feinsono stand der Name fest.

Das erste Mal gespürt habe ich das Baby am 22.03.2014. Wir waren im Auto zu meiner Familie, ich konnte es erst gar nicht glauben, dass es echt das Baby war, denn ich hatte ja keine Ahnung, wie es sich anfühlt. Aber es passierte immer wieder und da war ich mir sehr sicher.
Am 05.04.2014 hat auch der Papa ihn das erste Mal gespürt, denn bis dahin wurde das Treten immer mehr und döller, sodass es nur noch eine Frage der Zeit war. In der Zeit bis dahin konnte ich auch schon nicht mehr anders und bestellte immer mal wieder Klamotten für den Zwerg.
Am 07.04.2014 hatten wir unseren Termin bei der Feindiagnostik bei einem Arzt in Berlin. Er hat sich alles genau und gründlich angeguckt und alles war in Ordnung, außer dass der Zwerg schon etwas größer war, sodass uns gleich klar war, der Zwerg wird definitiv früher kommen. Wir haben noch eine CD mit den Videos und den Bildern bekommen und konnten freudestrahlend nach Hause fahren.

Die nächsten Untersuchungen verliefen weiterhin sehr gut. Bei dem Termin am 15.05.2014 wurde bei mir der Diabetes-Test gemacht. Ein paar Tage später bekam ich die Info, dass die Werte nicht so gut waren, sodass ich noch mal einen größeren Test machen musste. Ich musste wieder eine Zuckerlösung trinken und mir wurde insgesamt 3-mal Blut abgenommen. Ich kann mich noch erinnern, wie schlimm meine Arme aussahen, als hätte mich jemand misshandelt. Die Schwester hatte es einfach nicht drauf. Einen Tag später bekam ich den Anruf, dass die Werte wieder schlecht waren und ich einen Termin bei einem Diabetologen machen soll. Ich hatte schon einen Termin vereinbart, als ich am Nachmittag einen weiteren Anruf bekam, dass doch alles in Ordnung war, denn es wurden die Werte vertauscht.

3. Trimester

Ende Mai begann mein Geburtsvorbereitungskurs. Beim 1. Besuch stellten wir uns nur vor und die Hebamme hat viel erklärt, aber da ich damals so wissbegierig war, wusste ich das Meiste davon schon.

Der nächste Termin war am 03.06.2014. Bei den Routineuntersuchungen zeigte sich im Urin wieder ein erhöhter Zuckerwert. Also wies meine Frauenärztin mich ins Krankenhaus ein und schrieb mich den restlichen Monat bis zum Mutterschutz krank. Am nächsten Tag musste ich ins Krankenhaus. Da wurden ständige Blutzuckermessungen vorgenommen. Ich musste eine Nacht im Krankenhaus bleiben und durfte im Laufe des nächsten Tages wieder gehen, nachdem ich eine Ernährungsberatung erhalten hatte und in den Umgang mit einem Blutzuckermessgerät eingewiesen wurde.

Von da an hieß es jeden Tag 7-mal Blutzucker messen. Ich musste genau darauf achten, was ich esse und das fiel mir sehr schwer. Ich war immer hungrig. Es war so nervig. Ich habe das gehasst.

Am 08.06.2014 wurde ich zu Hause von meinen Freundinnen mit einer Babyparty überrascht. Ich hatte schon eine Ahnung, aber als alle zu Hause waren, war ich trotzdem total perplex, denn damit hatte ich nicht gerechnet.

Zum Start der Fußball-WM 2014 habe ich mir noch was Lustiges einfallen lassen. 🙂

Weiterhin waren die Untersuchungen alle in Ordnung und die Ärzte waren zufrieden. Ab Ende Juni standen des Öfteren Arzttermine an, beim Frauenarzt, Diabetologen und auch im Klinikum. Meine Frauenärztin war immer noch besorgt, weil der Kopf des Babys recht groß war. Also musste ich wieder zum Krankenhaus. Dort hat die Ärztin gesagt, dass es auch einfach nur genetisch bedingt sein kann, dass der Kopf etwas größer ist und was soll ich sagen, die Männer aus meiner Familie haben schon recht große Köpfe. Richtige Dickschädel eben, also ganz die Mama. 🙂

Am 09.07.2014 hatten wir unser Babybauch-Shooting. Ich liebe diese Fotos und bin so froh, dass dies von einem Profi festgehalten wurde. Es war unglaublich wie schnell 2 Stunden vergangen sind und es war auch ganz schön anstrengend. Aber die Bilder sind am Ende so toll geworden.

Es war echt schön dem Bauch beim Wachsen zuzuschauen. Er war echt ganz schön groß und es rappelte und zappelte ohne Ende im Bauch. Aber ich muss auch gestehen, dass ich den Zwerg oft wach gemacht habe, wenn mir im Bus langweilig war und ich ihn spüren wollte. Oh ja, ich habe es geliebt schwanger zu sein.

Um die Größe des Bauches festzuhalten, haben wir noch einen Gipsabdruck gemacht. Ich habe diesen noch etwas bearbeitet und angemalt. Doch damit war ich nicht zufrieden, kam aber nicht mehr dazu den noch fertig zu stellen. Bis heute nicht.

Zum Ende hin hatte ich sehr mit Wassereinlagerungen zu kämpfen und habe auch oft Übungswehen gehabt. Wenn ich jetzt so die alten Bilder von mir sehe, fällt mir auf, wie aufgedunsen ich am Ende aussah.

Den letzten Eintrag in meinem Schwangerschaftskalender habe ich am 17.07.2014 gemacht. An dem Tag wog ich 77,3 kg und hatte einen Bauchumfang von 106 cm.

Am 21.07.2014 hatten der Papa und ich einen Termin zur Klinikvorstellung im Krankenhaus. Es wurde wieder ein Ultraschall gemacht und die Ärztin hat sich die Blutzuckerwerte angeschaut und war sehr unzufrieden damit, da es immer mal wieder erhöhte Werte gab. Sie wollte uns noch mal 2 Wochen geben und schauen, ob ich noch anfangen muss Insulin zu spritzen. Auf dem Rückweg nach Hause hätte ich heulen können. Dieser blöde Schwangerschaftdiabetes ging mir total auf den Sack. Ich hatte die Nase so voll und habe dem Baby gesagt, dass er jetzt rauskommen kann. Das Baby hat mich erhört und am Abend ging es los. Aber dazu mal mehr in einem anderen Beitrag.

Liebe Grüße
Sabrina

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3 Comments

  1. Da hat einer also ordentlich zugelegt haha naja ist ja auch normal. Bei Matthew wog ich 90kg. Hatte damit fast 20kg mehr drauf. Lol

    1. SabrinaRanzow1987 says:

      Na ja das war ja alles im Rahmen und alles war schnell wieder weg

  2. […] Nach und nach schlich sich die Müdigkeit bei mir ein. Am 11.01.2014 erzählten wir allen von dem freudigen Ereignis. Obwohl wir dies eher in Kartenform taten. An Weihnachten erzählten wir allen, dass wir die Weihnachtskarten vergessen hatten und das holten wir nach mit einem Ultraschallbild anstelle eines Bildes von uns. Die Freude war bei allen groß. Den nächsten Termin hatten wir am 16.01.2014 und überraschenderweise stand André in Waren an der Bushaltestelle, um mich abzuholen und wir fuhren zusammen zum Termin. Der Zwerg war nach diesen 3 Wochen ein deutliches Stück größer und auch sehr aktiv. Da zeigte es sich schon. 🙂 Am 27.01.2014 gab es aber den ersten kleinen Schreck. Es lag sehr viel Schnee und ich fuhr trotzdem jeden Morgen mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle. Doch an dem Morgen rutschte ich beim Bremsen weg und fiel auf die Seite. Besonders wehgetan haben mir mein Knie und die Hüfte, die auch blau wurden. Auch so war den Tag über nichts auffällig. Angst hatte ich trotzdem. Also machte ich etwas früher Feierabend und ging zum Arzt. Es war alles gut, es war nichts passiert. Aber die Ärztin hielt mir eine Standpauke. Dann fuhr ich erstmal nicht mehr mit dem Fahrrad.Um es nicht zu lang werden zu lassen, folgen die anderen beiden Trimester in einem anderen Beitrag. […]

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