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Einfach mal raus aus der Komfortzone- Meine Mama-Auszeit

Hallo ihr Lieben,

lange war es jetzt still mit Beiträgen, die nicht meinen oder unseren Alltag beschreiben, aber ich fand einfach nicht die Zeit und die Lust mich für einen anderen Beitrag hinzusetzen. Im Kopf war ich irgendwie immer woanders und zwar schon vorab immer bei meinen anstehenden Ausflügen. Mittlerweile sind diese auch schon erlebt. Der ein oder andere hat es vielleicht gelesen. Ich wollte gerne mal darüber schreiben, wie es mir dabei ging und was es mir persönlich gebracht hat auch mal alleine ohne Mann und Kind unterwegs zu sein.

In der Komfortzone

Mama-Auszeit ist mir immer sehr wichtig, da ich es auch immer mal wieder schön finde, Zeit alleine zu verbringen, sei es mit Freundinnen oder ganz alleine. Oft ist es doch aber so, dass ich diese Auszeiten hinten anstelle, da ich meine Prioritäten im Moment doch mehr auf die Familie setze. Über die Jahre wird sich das sicherlich auch noch wieder ändern.

In den letzten Wochen habe ich kurz hintereinander 2 Wochenendtrips ganz alleine erlebt, die mich wieder neu motiviert haben mutiger zu sein und öfter meine Komfortzone zu verlassen. Denn ist ja so, Menschen sind Gewohntheitstiere und ich bin, glaube ich, das absolute Paradebeispiel. Ich finde, ich entspreche so gar nicht den Beschreibungen, die ich oft über mein Sternzeichen lese: immer in Bewegung, braucht viel Abwechslung. Ich kann nicht mal mehr sagen, ob das früher der Fall war. Eines war ich noch nie wirklich und das ist spontan. Bei mir muss alles durchgeplant sein. Täglich der gleiche Ablauf, die gleiche Struktur, all das gibt mir Sicherheit.

Spontan „jetzt gehen wir irgendwo essen“ geht bei mir gar nicht, dass sorgt für innere Unruhe, die ich einfach nicht möchte. Ein paar Stunden Vorbereitungszeit brauche ich da auf jeden Fall immer. Die Komfortzone am besten so wenig wie möglich verlassen. Doch das bringt mich in meinem Leben einfach nicht weiter und da will ich gerne mal was ändern. Vor allem will ich ein Leben außerhalb meiner Familie haben, ich will ICH bleiben und meinen eigenen Interessen nachgehen.

Raus aus der Komfortzone

So entdeckte ich im letzten Jahr meine Liebe zu den Musicals wieder und damit setzte ich mir für dieses Jahr einen festen Trip nach Stuttgart, um dort meinen Lieblingsdarsteller auf der Bühne zu sehen. Nachdem die Reise mit meiner Freundin mit Hotel und Flug fest gebucht war, gab es kein Zurück mehr und das war auch gut so. Denn die Aufregung und Nervosität packten mich in der letzten Woche vor der kurzen Reise stark. Mein Freund und meine Freundin meinten zu mir, dass dieser Ausflug alleine mir auf jeden Fall eine große Hilfe sein wird in Sachen Selbstvertrauen für meinen folgenden Irland-Trip.

So war es wirklich. Ich war vertrauter mit den Abläufen am Flughafen und selbstbewusster, mir Folgewege zu suchen bzw. zu erfragen. Der Hinweg sowie auch der Rückweg nach Stuttgart verliefen völlig unproblematisch. Doch wie es so ist, verläuft die Generalprobe gut, geht die Aufführung schief. Die Aufführung war in meinem Fall der Irland-Trip. Nach einer Zugstörung auf dem Weg zum Flughafen verpasste ich meinen Flug. Meine Freundin, die mit mir in Stuttgart war, war ebenfalls auf dem Weg nach Dublin, schickte mir immer wieder aufmunternde Worte, die mich mutig gemacht haben. Klar, gab es trotzdem Momente, in denen ich völlig verzweifelt war. Doch am Ende hatte ich so ein schönes Wochenende.

Ich bin mir sicher, jeder, der das nun liest, hat sicherlich eine Situation im Kopf, wo er sich mal getraut hat, die Komfortzone zu verlassen und eine Situation, wo er sich nicht traut. Auch für mich war es eine Überwindung, die kurzen Reisen durchzuziehen, da es das 1. Mal seit Jahren war, dass ich alleine verreist bin. Ebenso war es auch das 1. Mal, dass ich soweit von Olli weg war. Doch da mache ich mir wirklich keine Sorgen. Beim Papa ist der Zwerg super aufgehoben. Außerdem können die beiden so immer wieder was für ihre Bindung tun. Mein Freund würde mich da auch nie bremsen und sagen „Ich schaffe das nicht, du musst hier bleiben“, sondern immer bestärken für Mama-Auszeiten. Er selbst gönnt sich auch gerne mal Auszeiten.

Ich finde es wichtig, Olli ein gutes Vorbild zu sein in Sachen eigenen Hobbys. Wenn er alt genug ist, wird auch das ein Thema werden. Dann ist Durchhaltevermögen wichtig, auch wenn es mal schwierig ist. Mit meinem Erlebnis hat er mitbekommen, dass ich den Mut nicht verloren habe.

Ein Leben nach den Kindern

Es ist wichtig, dass wir Frauen uns selbst nicht vergessen. Denn unser Leben geht nach den Kindern ja auch noch weiter. Es kommt die Zeit, spätestens im Teenageralter, da werden die Kinder uns nicht mehr so intensiv brauchen wie noch als Babys, Kindergartenkinder oder Grundschulkinder. Dann möchte ich nicht, dass ich nicht weiß, was meine Ziele sind. Denn sonst kommt spätestens mit dem Auszug der Kinder der Hammer und man fällt in ein tiefes Loch.

Ich motiviere euch dazu, dass ihr euch noch dieses Jahr etwas vornehmt, was ihr machen wollt, euch bis jetzt aber nicht getraut hab. Sei  es eine kleine Reise alleine oder irgendwelche sportlichen Ziele. Meine 2 kleinen Reisen reichen mir für dieses Jahr. Gerne möchte ich in diesem Jahr noch ein Musical besuchen. Das ist mein Luxus.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag und meinen diesjährigen Erfahrungen gut motivieren, auch mal die Komfortzone zu verlassen. Schreibt mir doch in die Kommentare, wann ihr dieses Jahr schon mal die Komfortzone verlassen habt.

Liebe Grüße

Sabrina

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