Babyzwerg Familienleben

Juli 2021 mit Baby

Hallo ihr Lieben,

ich möchte nun Monat für Monat darüber schreiben, wie sich das Babymädchen verändert hat und welche Meilensteine im jeweiligen Monat erreicht wurden. Der erste Monat stand ganz unter dem Motto „Erst einmal kennenlernen und einfuchsen. Ein Monat, der unser Familienleben komplett verändert hat, uns aber so glücklich macht.

Nach der Geburt blieben das Baby und ich erst mal für ein paar Tage im Krankenhaus. Ich persönlich hasse Krankenhäuser extrem und kann da einfach gar nicht entspannen, da aber vor Ort alle nötigen Untersuchungen gemacht werden können und man nirgends hinfahren muss, hatte ich eine ambulante Geburt ausgeschlossen. Noch dazu kam, dass ich dieses Mal das Thema Stillen unbedingt erfolgreich angehen wollte und dementsprechend unerfahren etwas Hilfe brauchte. Aber zu meiner Stillgeschichte möchte ich gerne noch einen gesonderten Beitrag schreiben.

Im Krankenhaus hat man ja eigentlich auch nicht wirklich Ruhe und entspannt ist es dort auch nicht. Jede der Schwestern hat eine andere Meinung und man selbst ist nach der Geburt emotional von der Hormonumstellung betroffen. Im Krankenhaus habe ich mit dem Baby viel gekuschelt und versucht, mein Bestes mit dem Stillen zu geben. Nach den ersten 24 Stunden hatte die Zaubermaus 300 g an Gewicht verloren, doch nach der Geburt wurde ein falsches Gewicht mit 100 g zu viel aufgeschrieben. 100 g sind bei einem Neugeborenen ja extrem viel und dementsprechend wurden mir Sorgen bereitet, die nicht hätten sein müssen.

Am 05.07.2021 hätten wir das Krankenhaus verlassen dürfen und ich wollte einfach nur noch nach Hause. Den Papa hatte ich einmal am Tag für sehr kurze Zeit gesehen und den Zwerg schon 5 Tage nicht. Noch nie waren wir vorher solange voneinander getrennt.

Bei der U-Untersuchung war die Kinderärztin noch immer nicht zufrieden mit dem Gewicht der Zaubermaus und hätte mich am liebsten nicht gehen lassen. Zum Glück hat sich eine der Schwestern für mich eingesetzt.

Der Papa holte mich ab. Die Abfahrt zog sich etwas in die Länge, da ich erst noch stillen musste, dann abpumpen usw. 2 Stunden später konnten wir endlich los. Im Auto die große Überraschung, der Zwerg hatte dort die ganze Zeit gewartet. Unser Wiedersehen hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Zu Hause angekommen, durfte er seine Schwester endlich kennenlernen und war so ein stolzer Bruder.

Die erste Nacht war ganz okay, an das neue Geschrei im Haus mussten wir uns zwar erst mal gewöhnen, aber ich bekam seit Tagen endlich mal mehr Schlaf als nur 1,5 Stunden.

Die Zaubermaus hatte sich ja den perfekten Zeitpunkt für die Geburt ausgesucht, denn der Urlaub der Männer begann. Der errechnete Geburtstermin war der 14.07.2021. So hatten wir 12 Tage mehr, um uns aneinander zu gewöhnen. Wir lebten so in den Tag. Einzig die Termine der Hebamme sorgten bei mir immer für Stress. Ansonsten haben das Babymädchen und ich sehr viel Zeit im Bett verbracht, zum Stillen, Kuscheln, Nickerchen machen. Der Papa hat sich viel um den Haushalt und den Zwerg gekümmert. Auch ein paar Ausflüge waren drin.

Der erste Besuch war 5 Tage nach der Geburt von den Eltern vom Papa, am nächsten Tag kamen die Tante, Onkel, Cousin und Cousine. Ein paar Tage später kamen auch mein Bruder und mein Papa zu Besuch.

Am 12.07.2021 haben wir den ersten „Familienausflug“ gemacht und zwar zur Frauenärztin zur Blutabnahme. Es war das erste Mal, dass wir das Haus verlassen hatten und ich war total aufgeregt. Das Babymädchen hat alles komplett verschlafen. Am Tag danach haben wir alle gemeinsam die Geburtsurkunde vom Standesamt abgeholt und auch der Termin hat gut geklappt.

In der ersten Zeit kam die Hebamme ungefähr nach 2 oder 3 Tagen und nach 2 Wochen hatte sich alles gut entwickelt und eingespielt, sodass 1-mal in der Woche reichte. Nach 2 Wochen hatte die kleine Maus auch ihr Geburtsgewicht wieder erreicht, also lief alles gut nach Plan.

Nach anfänglichen Stillschwierigkeiten hatte sich das auch erledigt und die Zaubermaus hat gut an der Brust getrunken, aber ziemlich oft wollte sie auch einfach nur nuckeln. Also testeten wir einen Schnuller aus.

Der erste Monat war total entspannt mit Baby. Sie fügte sich gut ein und wenn sie nicht gerade an der Brust getrunken hat oder gewickelt wurde, hat sie geschlafen. Alles war so recht einfach, aber sie war ja auch noch ganz klein und die Wachphasen noch ziemlich kurz. Ich habe fast ausschließlich im Bett gestillt, da es dort aufgrund meiner Geburtsverletzungen am bequemsten war und die Brüste im ersten Monat noch sehr schmerzten beim Stillen. Außerdem konnte ich dort gut die Beine hochlegen, denn nach der Geburt hatte ich noch echt viel Wassereinlagerungen im Körper.

Unsere Abende waren unterschiedlich lang. Gerade dann hat sie öfter und länger getrunken, musste öfter gewickelt werden und hat auch mal mehr geweint oder geschrien. Aber alles im aus haltbaren Bereich und nicht so nervenaufreibend wie damals nach 2 schönen Anfangswochen mit dem Zwerg. Ich denke aber, es lag vor allem daran, dass ich sie sehr viel direkt an mir im Tragetuch getragen habe. Es kam auch mal vor, dass ich morgens 4 Uhr draußen mit ihr um das Haus gelaufen bin, damit sie wieder einschläft und drinnen mit Geschrei keinen weckt. Aber im Großen und Ganzen hat sie überall gut geschlafen und oft auch alles verschlafen und musste sich nur an den neuen Rhythmus gewöhnen.

Den ersten richtigen Spaziergang haben wir mit 3 Wochen gemacht, weil der Zwerg so gerne Mähdrescher fahren wollte. Auch der erste Badespaß zu Hause fand nach 3 Wochen statt. Sie wurde am Tag der Entlassung im Krankenhaus gebadet, weil eine Schwester das für die Prüfung machen musste. Sie hatte total lieb gefragt.

Seit der Geburt der Zaubermaus ist die größte Veränderung die Zeit für andere Dinge oder Personen. Meine Klamottenauswahl ist mir eher unwichtig, vor allem zu Hause ist es mir wichtig, dass es bequem und stilltauglich ist.

Zum Ende des ersten Monats standen noch die Einschulung des Zwergenkindes und die entsprechende Feier an. Davor hatte ich irgendwie Angst. Solche Feiern auszurichten ist schon so nicht mein Ding, aber gerade mal 4 Wochen nach der Geburt war das doch eine Hausnummer. Aber alle Sorgen waren umsonst, ich habe mich möglichst aus allem herausgehalten und um mich und die Zaubermaus gekümmert und alles hat super geklappt.

Ratz fatz war auch schon der 1. Monat rum.

Liebe Grüße

Sabrina

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